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Übernimmt die Krankenkasse Magenballon Kosten?

Viele Menschen möchten ihre Lebensweise ändern, um dauerhaft mit der Hilfe einer Magenballon-Therapie abzunehmen. Doch haben sie Bedenken wegen der Bezahlung. So ist eine immer wieder aufkommende Frage, ob die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung mit einem Magenballon übernimmt. Und wenn nicht, ob sie sich das überhaupt leisten können. Einige fragen sich auch, was sie tun können, damit die Krankenkasse sie bei diesem Vorhaben unterstützt. Die kurze Antwort dazu ist, dass es zwar die Möglichkeit für diese Unterstützung gibt, die Krankenkassen aber aktuell die meisten Anträge für eine solche Therapie ablehnen.

Folgendes wird Ihnen heute erklärt:

  1. Wie teuer ist ein Magenballon?
  2. Welche Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen Magenballon?
  3. Welche Magenballonkosten übernimmt die Krankenkasse?
  4. Wie läuft das Multimodale Konzept (MMK) für einen Magenballon ab?

1. Wie teuer ist ein Magenballon?

Die 6-Monats-Therapie beginnt ab 2.700 Euro, die Jahrestherapie ab 4.000 Euro. Alle Preise sind immer inklusive aller Leistungen, die für Sie wichtig sind. Keine versteckten Kosten. Bei der Jahrestherapie fallen für die optionale Nachfüllung des Magenballons noch etwa 690 Euro an.

2. Welche Krankenkasse übernimmt die Kosten?

Zu diesem Zeitpunkt übernimmt leider keine Krankenkasse die Kosten für einen Magenballon als Einzelmaßnahme. Bei einer geplanten bariatrischen Operation, wie einem Magen-Bypass oder einem Schlauchmagen, und bei einem BMI von mindestens 50 sieht dies allerdings schon wieder anders aus. Hier werden teilweise finanzielle Unterstützungen, unter Einhaltung von bestimmten Bedingungen, angeboten.

Es gibt allerdings auch einige Voraussetzungen für die Kostenübernahme eines Magenballons durch die Krankenkasse. Wenn die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernehmen soll, muss ein sogenanntes Multimodales Konzept durchlaufen werden, wobei der Patient einen BMI von mindestens 50 haben muss. Sollte eine Operation durch die Vergangenheit des Patienten nicht möglich sein, kann auch bei einem geringeren BMI ein Magenballon anstelle der bariatrischen Operation eingesetzt werden. Dies ist aber nur möglich, wenn die Krankengeschichte den anderen Weg nicht zulässt, also zum Beispiel, wenn zuvor schon einmal am Magen operiert wurde oder schwere Entzündungen im Verdauungstrakt vorliegen.

3. Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Bei der Durchführung eines Multimodalen Konzepts werden, wie oben erklärt, die gesamten Kosten von der Krankenkasse getragen. Dafür muss der Patient, wie beschrieben, aber mindestens einen BMI von 50 haben.

Die privaten Krankenkassen sind teilweise dazu bereit, kleine Teile finanziell beizutragen und dem Interessenten unter die Arme zu greifen. Dazu ist aber unbedingt eine Absprache mit der jeweiligen privaten Krankenkasse nötig, da auch hier für diese keine Pflicht besteht, Ihnen bei der Bezahlung zu helfen.

4. Wie läuft das Multimodale Konzept (MMK) ab?

Das Multimodale Konzept sieht folgende Punkte vor:

6 Monate Ernährungsberatung

Mit der Hilfe eines Ernährungsberaters bzw. einer Ernährungsberaterin müssen Sie eine begleitende Ernährungstherapie durchführen.

6 Monate Sport

Sie müssen mindestens 2,5 Stunden in der Woche sportlich aktiv sein, parallel zu Ihrer Ernährungsumstellung.

Psychologisches Gutachten

Hier wird untersucht, ob es Punkte oder Hindernisse gibt, die einer Therapie mit einem Magenballon im Wege stehen, wie beispielsweise Essstörungen oder Suizidabsichten.

  • Verhaltenstherapie
  • Besuch einer Selbsthilfegruppe (SHG)
  • Diverse Arztbesuche

Hier achtet Ihr behandelnder Arzt beispielsweise darauf, ob Sie Krankheiten haben, die Ihr Übergewicht begleiten, wie etwa Diabetes, Schlafapnoe oder eine Fettleber.

Nach einem gestellten Antrag entscheidet dann die Krankenkasse in diesem Fall, ob vor der Magenoperation ein Magenballon genehmigt werden kann oder ob sie dies nicht zulassen.

Fazit

Aktuell ist es noch schwierig, einen Magenballon über die Krankenkasse zu bekommen. Diese haben noch die Möglichkeit, einen Antrag für eine solche Therapie abzulehnen, was sie auch in 90% der Fälle tun.

Als Selbstzahler haben Sie aber schon mit 50€ monatlich die Chance, die Magenballon-Therapie in kurzer Zeit zu beginnen.

Es ist also nicht unmöglich, sich finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse zu holen, doch dieser Antrag wird leider bei der Mehrheit der Patienten abgelehnt, sodass es zu diesem Zeitpunkt deutlich einfacher ist, sich die Behandlung selbst zu finanzieren.

my-weigh
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